Auf einen Blick
- Kontrastmittel in der MRT machen bestimmte Gewebe, Blutgefäße und Veränderungen besser sichtbar.
- Sie helfen Ärztinnen und Ärzten, Entzündungen, Tumoren, Infektionen und die Durchblutung präziser zu beurteilen.
- Nicht jede MRT benötigt ein Kontrastmittel – dies hängt von der untersuchten Region und der medizinischen Fragestellung ab.
- Teilen Sie dem Untersuchungsteam mit, wenn Sie Nierenprobleme haben, schwanger sind oder früher auf MRT-Kontrastmittel reagiert haben.
Kurzantwort
Bei einigen MRT-Untersuchungen wird ein Kontrastmittel eingesetzt, um Unterschiede zwischen normalem und verändertem Gewebe deutlicher darzustellen, als es eine Standard-MRT allein könnte. Dadurch erhalten Radiologinnen und Radiologen sowie behandelnde Ärztinnen und Ärzte präzisere Informationen – etwa ob ein Bereich entzündet oder infiziert ist, wächst oder ungewöhnlich durchblutet wird. MRT-Kontrastmittel enthalten meist Gadolinium. Ob ein Kontrastmittel nötig ist, hängt vom Grund der Untersuchung ab.
Was Sie wissen sollten
Wie MRT-Kontrastmittel wirken
MRT-Kontrastmittel verändern die Darstellung bestimmter Gewebe auf den Bildern. Nach der Injektion in eine Vene verteilt sich das Mittel über den Blutkreislauf und reichert sich je nach Gewebeart unterschiedlich an. Dadurch werden Auffälligkeiten deutlicher sichtbar, und Ärztinnen und Ärzte können Größe, Lage und Aktivität eines Problems besser einschätzen.
Wann ein Kontrastmittel sinnvoll ist
Kontrastmittel kommen häufig zum Einsatz, wenn Ärztinnen und Ärzte einen verdächtigen Tumor, eine Infektion, eine Entzündung, die Aktivität einer Multiplen Sklerose oder Blutgefäße genauer untersuchen müssen. Bei MRT-Untersuchungen von Gehirn, Wirbelsäule, Leber, Brust oder Gelenken liefert ein Kontrastmittel oft Informationen, die ohne Kontrastmittel nicht so deutlich erkennbar sind. In anderen Fällen ist eine MRT ohne Kontrastmittel ausreichend.
Was das Kontrastmittel ist und wie es verabreicht wird
MRT-Kontrastmittel bestehen meist aus einer gadoliniumhaltigen Flüssigkeit, die über einen kleinen venösen Zugang in Arm oder Hand gespritzt wird. Die meisten Patientinnen und Patienten spüren dabei nicht viel mehr als den Nadelstich und gelegentlich ein leichtes Kältegefühl in der Vene. Es unterscheidet sich deutlich vom jodhaltigen Kontrastmittel, das häufig bei CT-Untersuchungen verwendet wird. Eine Allergie gegen CT-Kontrastmittel bedeutet daher nicht zwingend, dass Sie auch auf MRT-Kontrastmittel reagieren.
Was Sie dem Untersuchungsteam vorher mitteilen sollten
Informieren Sie das Team vor der Untersuchung, wenn Sie eine Nierenerkrankung haben, dialysepflichtig sind, schwanger sind oder früher bereits auf ein MRT-Kontrastmittel reagiert haben. Diese Angaben helfen dem Team zu entscheiden, ob ein Kontrastmittel für Sie geeignet ist und welches Präparat am sichersten ist. In manchen Fällen ist vor der Untersuchung ein Bluttest erforderlich, um Ihre Nierenfunktion zu überprüfen.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Vor der MRT: Kontaktieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das bildgebende Zentrum, wenn Sie ein bekanntes Nierenversagen haben, dialysepflichtig sind, schwanger sind oder früher eine deutliche Reaktion auf MRT-Kontrastmittel hatten.
- Während oder unmittelbar nach der Injektion: Rufen Sie sofort medizinische Hilfe, falls Sie Atemnot, Schwellungen an Lippen oder Rachen, einen ausgedehnten Hautausschlag, starken Schwindel oder Ohnmachtsgefühl entwickeln.
- Nach Ihrer Rückkehr nach Hause: Suchen Sie ärztlichen Rat auf, wenn Sie beunruhigende Symptome wie einen hartnäckigen Hautausschlag, zunehmende Atemnot oder starke Schwellungen an der Injektionsstelle beobachten.
Weiterlesen
Für detaillierte Informationen zu den einzelnen Schritten vor, während und nach einer MRT-Untersuchung lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über das Ablauf und die Vorbereitung einer MRT. Auf unserer Übersichtsseite Untersuchungen und Behandlungen verständlich erklärt finden Sie zudem verlässliche Informationen zu weiteren häufigen Tests und Verfahren.
Quellen
RadiologyInfo: MRI with Contrast (Safety and Contrast Materials) | NHS: MRI scan | National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering: Magnetic Resonance Imaging (MRI)
