MRT-Untersuchung: Was sie zeigt, wie sie abläuft und wie Sie sich vorbereiten

Patient auf einem MRT-Bett liegend, mit einem großen runden Gerät und hervorgehobenem Scanbereich, ruhige medizinische Umgebung.

Wichtige Punkte

  • Die MRT nutzt Magnetfelder und Radiowellen – ohne Röntgenstrahlung.
  • Sie eignet sich besonders gut zur Darstellung von Weichteilen wie Gehirn, Wirbelsäule, Gelenken, Muskeln und inneren Organen.
  • Bei der Vorbereitung steht die Sicherheit im Mittelpunkt: Fragen zu Implantaten, medizinischen Geräten und Metallgegenständen müssen geklärt werden.
  • Die Untersuchung ist üblicherweise schmerzlos, kann aber laut und beengend wirken; Stillliegen ist dabei entscheidend.
  • Die MRT gilt grundsätzlich als sicher, doch bestimmte Implantate, Kontrastmittel und Platzangst können beeinflussen, ob und wie sie durchgeführt wird.

Eine MRT-Untersuchung ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem starke Magnetfelder und Radiowellen eingesetzt werden, um detaillierte Bilder aus dem Körperinneren zu erzeugen – ohne Röntgenstrahlen. Sie wird häufig dann durchgeführt, wenn Ärztinnen und Ärzte Weichteile wie Gehirn, Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Nerven oder innere Organe genauer beurteilen möchten. Einen umfassenderen Überblick über medizinische Bildgebung und Behandlungen finden Sie unter Untersuchungen und Behandlungen für Patienten erklärt.

Für viele Patientinnen und Patienten entstehen vor allem praktische Fragen: Warum wurde eine MRT empfohlen? Wie bereitet man sich darauf vor? Was erwartet mich im Scanner? Gibt es Risiken? Die folgenden Abschnitte erläutern, was eine MRT zeigen kann, wie die Untersuchung abläuft und worauf Sie vor, während und nach dem Termin gefasst sein können.

Was eine MRT zeigt und wie sie funktioniert

MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomographie. Das Gerät arbeitet mit einem starken Magneten und Hochfrequenzimpulsen, um äußerst detaillierte Bilder des Körpers zu erzeugen. Ein Computer verarbeitet die dabei entstehenden Signale zu Schnittbildern, die Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Perspektiven beurteilen können.

Die besondere Stärke der MRT liegt darin, dass sie Weichteile oft klarer darstellt als viele andere bildgebende Verfahren. Deshalb ist sie besonders wertvoll, wenn es um feine Details geht – etwa bei Aufnahmen des Gehirns, Rückenmarks, von Bändern, Knorpeln, Beckenorganen, der Leber oder von Blutgefäßen.

Mit einer MRT lassen sich unter anderem folgende Veränderungen erkennen:

  • Hirnveränderungen wie Schlaganfall, Entzündungen, Tumoren oder Zeichen einer Multiplen Sklerose
  • Wirbelsäulenprobleme wie Bandscheibenvorfälle, Nervenkompressionen oder Rückenmarksveränderungen
  • Gelenk- und Sportverletzungen mit Beteiligung von Knorpel, Bändern, Sehnen oder Menisken
  • Muskel- oder Weichteilverletzungen
  • Organprobleme wie in Leber, Gebärmutter, Prostata oder Nieren
  • bestimmte Gefäßveränderungen, teilweise mit Hilfe einer speziellen Technik namens MR-Angiographie

Bei manchen MRT-Untersuchungen wird ein Kontrastmittel verwendet, um bestimmte Gewebe oder Blutgefäße besser darstellen zu können. Es wird üblicherweise über eine Vene im Arm gespritzt. Nicht jede MRT erfordert ein Kontrastmittel; die Notwendigkeit hängt von der untersuchten Körperregion und der medizinischen Fragestellung ab.

Wann Ärztinnen und Ärzte eine MRT empfehlen

Eine MRT kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden, körperliche Befunde oder frühere Testergebnisse darauf hindeuten, dass genauere Bilder nötig sind. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn nicht nur Knochen, sondern insbesondere Weichteile beurteilt werden sollen.

Häufige Gründe für eine MRT sind:

  • anhaltende Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen
  • Rückenschmerzen mit Verdacht auf Nervenbeteiligung, etwa wenn Schmerzen in Arm oder Bein ausstrahlen
  • Gelenkschmerzen nach einer Verletzung, besonders bei Verdacht auf Band- oder Knorpelschäden
  • ungeklärte Schwäche, Taubheitsgefühle, Schwindel oder Anfallsleiden
  • Verlaufskontrollen bei bekannten Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Tumoren oder Komplikationen bei entzündlichen Darmerkrankungen
  • Abklärung von Beckenschmerzen, Myomen, Endometriose, Prostataerkrankungen oder Leberveränderungen

Die MRT ist nicht immer die erste Untersuchung. Abhängig von den Beschwerden und der betroffenen Körperregion können zunächst eine Sonographie, ein Röntgenbild oder eine CT sinnvoller sein. Bei Verdacht auf einen Knochenbruch wird beispielsweise oft zuerst geröntgt, während die wichtigsten Unterschiede zwischen CT und MRT später relevant werden können, wenn Band-, Bandscheiben- oder Weichteilverletzungen in Frage kommen.

Auch die Dringlichkeit ist unterschiedlich. Manche MRT-Untersuchungen werden planmäßig durchgeführt, andere werden rascher eingeleitet, etwa bei Verdacht auf Rückenmarkskompression, Schlaganfall oder schwere neurologische Verschlechterung.

Wie Sie sich auf eine MRT vorbereiten

Die Vorbereitung auf eine MRT ist meist unkompliziert. Allerdings ist es wichtig, die Anweisungen des Radiologiezentrums oder Krankenhauses zu befolgen. Das wichtigste Thema betrifft Metall, da das MRT-Gerät mit einem sehr starken Magneten arbeitet.

Sicherheitsabklärung vor der Untersuchung

Vor dem Termin werden Patientinnen und Patienten in der Regel gefragt nach:

  • Herzschrittmachern oder anderen implantierten Herzgeräten
  • Cochlea-Implantaten
  • Aneurysma-Clips oder sonstigen Metallclips
  • Metallsplittern im Auge oder im Körper
  • Gelenkprothesen, Platten, Schrauben oder anderem Operationsmaterial
  • Insulinpumpen oder sonstigen elektronischen medizinischen Geräten
  • einer Schwangerschaft
  • Nierenproblemen, besonders wenn möglicherweise Kontrastmittel eingesetzt wird

Viele Implantate sind MRT-kompatibel, doch muss dies im Einzelfall überprüft werden. Ohne entsprechende Bestätigung sollte man nicht davon ausgehen, dass ein Implantat sicher ist.

Kleidung, Schmuck und persönliche Gegenstände

Metallische Gegenstände müssen vor der Untersuchung zumeist abgelegt werden. Dies betrifft Schmuck, Haarnadeln, Hörgeräte, Brillen, Uhren, Kreditkarten, Mobiltelefone und Kleidung mit Metallverschlüssen. In manchen Einrichtungen erhält man einen Untersuchungskittel.

Auch Kosmetika können in bestimmten Fällen relevant sein, insbesondere wenn sie Metallpartikel enthalten. Wer im Bereich von Augen oder Gesicht untersucht wird, soll möglicherweise auf bestimmte Make-up-Produkte verzichten.

Essen, Trinken und Medikamente

Für viele MRT-Untersuchungen muss man nicht nüchtern erscheinen. Ist jedoch ein Kontrastmittel geplant, wird der Bauch untersucht oder könnte eine Sedierung erforderlich sein, können abweichende Vorgaben gelten. Regelmäßige Medikamente können meist wie gewohnt eingenommen werden, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes empfohlen wurde.

Wer zu Platzangst neigt, sollte dies im Vorfeld ansprechen. Je nach Situation können die überweisende Ärztin oder der überweisende Arzt Optionen wie eine leichte Sedierung besprechen, oder das Radiologiezentrum kann praktische Unterstützung anbieten.

Was während einer MRT-Untersuchung passiert

Beim Termin erklärt in der Regel eine radiologische Fachkraft den Ablauf und bespricht den Sicherheitsfragebogen noch einmal mit Ihnen. Wenn Kontrastmittel benötigt wird, kann vor Beginn eine kleine Kanüle in eine Vene gelegt werden.

Anschließend liegen Sie auf einer schmalen Untersuchungsliege, die in den Scanner hineingefahren wird. Das Gerät ist an beiden Enden offen, kann sich aber trotzdem beengend anfühlen, insbesondere bei Untersuchungen von Kopf, Wirbelsäule oder Oberkörper.

Während der Untersuchung ist wichtig:

  • Möglichst stillliegen, damit die Bilder scharf bleiben.
  • Das Gerät erzeugt laute Klopf-, Schlag- oder Hämmergeräusche.
  • In der Regel werden Ohrstöpsel oder Kopfhörer bereitgestellt.
  • Die radiologische Fachkraft kann Sie aus dem Kontrollraum sehen und hören.
  • Meistens gibt es einen Notrufknopf, um das Personal bei Bedarf zu verständigen.

Die Dauer der Untersuchung hängt von der untersuchten Körperregion ab und davon, ob zusätzliche Aufnahmen mit Kontrastmittel erforderlich sind. Im Regelfall dauert sie etwa 15 bis 60 Minuten. Komplexere Untersuchungen können auch länger dauern.

Die MRT selbst sollte schmerzfrei sein. Als belastend werden eher die Lautstärke, das notwendige Stillliegen und die Enge des Geräts empfunden. Manche spüren eine Wärmeentwicklung im untersuchten Bereich; das ist häufig normal. Wird Kontrastmittel eingespritzt, kann im Arm kurz ein kühles Gefühl auftreten.

Nach der Untersuchung können die meisten Patientinnen und Patienten sofort ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen. Falls eine Sedierung verwendet wurde, sollte eventuell jemand die Person nach Hause begleiten, und Autofahren kann je nach Medikament für den restlichen Tag untersagt sein.

Risiken und Grenzen der MRT

Die MRT gilt für viele Menschen als sicheres Verfahren und belastet den Körper nicht mit ionisierender Strahlung. Allerdings ist sie nicht für alle geeignet und hat auch praktische Grenzen.

Mögliche Risiken

Das Hauptaugenmerk liegt auf metallischen oder elektronischen Gegenständen im oder am Körper. Das starke Magnetfeld kann manche Implantate beeinträchtigen oder unsichere Metallobjekte in Bewegung versetzen. Deshalb werden die Sicherheitsfragen zu Recht sehr ernst genommen.

Wenn Kontrastmittel eingesetzt wird, sind Nebenwirkungen meist mild und selten. Möglich sind beispielsweise Übelkeit, Kopfschmerzen oder Reaktionen an der Einstichstelle. Allergieähnliche Reaktionen kommen vor, sind aber seltener als bei manchen anderen Kontrastmitteln. Bei deutlich eingeschränkter Nierenfunktion kann die Kontrastmittelgabe besondere Vorsicht erfordern.

Eine Schwangerschaft schließt eine MRT nicht grundsätzlich aus. Ob sie durchgeführt wird, hängt von der medizinischen Situation und vom Schwangerschaftsstadium ab. Kontrastmittel werden in der Schwangerschaft zurückhaltender eingesetzt.

Grenzen der MRT

Eine MRT beantwortet nicht jede medizinische Frage. Bei manchen Knochenverletzungen, in bestimmten Notfallsituationen, in denen schnelle Ergebnisse erforderlich sind, oder wenn jemand nicht ruhig genug liegen kann, um scharfe Bilder zu erhalten, ist sie unter Umständen weniger hilfreich.

Darüber hinaus müssen MRT-Befunde immer im Gesamtzusammenhang bewertet werden. So können sich etwa Bandscheibenverschleiß, kleine Gelenkveränderungen oder sonstige Auffälligkeiten zeigen, die nicht unbedingt die Ursache der Beschwerden darstellen. Deshalb werden die Ergebnisse immer zusammen mit Ihren Symptomen, dem klinischen Befund und weiteren Tests beurteilt.

Manche Patientinnen und Patienten können eine MRT nicht abschließen, etwa aufgrund starker Platzangst, körperlicher Größenbeschränkungen, Schmerzen beim flachen Liegen oder eines inkompatiblen Implantats. In solchen Fällen kann die Ärztin oder der Arzt, sofern verfügbar, ein alternatives bildgebendes Verfahren oder eine andere Untersuchungsmethode in Betracht ziehen.