
Auf einen Blick
- Vor einer MRT-Untersuchung werden Sie in der Regel gebeten, Ihren Ehering abzunehmen.
- Metallische Gegenstände können sowohl die Sicherheit gefährden als auch die Bildqualität beeinträchtigen – auch wenn der Ring klein oder harmlos wirkt.
- Nehmen Sie nicht an, dass Ihr Ring unbedenklich ist, nur weil er aus Gold oder Silber besteht oder nicht magnetisch ist.
- Wenn Sie ihn nicht abnehmen können, teilen Sie das dem MRT-Personal unbedingt vor der Untersuchung mit.
Kurzantwort
In den meisten Fällen sollten Sie Ihren Ehering während einer MRT-Untersuchung ablegen. MRT-Geräte arbeiten mit einem sehr starken Magnetfeld, das dazu führen kann, dass Metallgegenstände sich verschieben, erhitzen oder die Aufnahmen beeinträchtigen. Auch Ringe aus schwach magnetischem Material müssen üblicherweise entfernt werden. Sollte sich Ihr Ring nicht sicher abnehmen lassen, informieren Sie das MRT-Team sofort, damit die beste Lösung gefunden werden kann.
Was Sie wissen sollten
Warum Ringe meist abgenommen werden
Das MRT-Gerät funktioniert anders als Röntgen- oder CT-Geräte: Es arbeitet mit einem sehr starken Magnetfeld. Metallschmuck, einschließlich Eheringen, stellt ein Sicherheitsrisiko dar und kann die Bildqualität beeinträchtigen. Das ist besonders wichtig, wenn Hand, Handgelenk, Arm, Brustkorb oder angrenzende Körperregionen untersucht werden.
Was ist, wenn der Ring aus Gold oder Platin ist?
Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Ehering aus Gold oder Platin automatisch sicher für eine MRT-Untersuchung ist. Das ist jedoch nicht sicher anzunehmen. Ringe können verschiedene Metallmischungen enthalten, und auch nicht magnetische Metalle können die Bildqualität beeinträchtigen oder sich unangenehm erwärmen. Das MRT-Personal folgt standardisierten Sicherheitsrichtlinien und bittet daher in aller Regel darum, sämtlichen Schmuck zu entfernen.
Wenn Ihr Ring sitzt
Versuchen Sie nicht, ihn mit Gewalt abzuziehen, besonders wenn Ihr Finger geschwollen oder schmerzhaft ist. Vor dem Termin können Sie versuchen, den Ring vorsichtig mit Seife oder Handcreme abzunehmen, oder lagern Sie Ihre Hand kurzzeitig hoch, um Schwellungen zu reduzieren. Lässt sich der Ring trotzdem nicht entfernen, informieren Sie die radiologische Praxis rechtzeitig vor der Untersuchung. Es ist möglich, dass der Termin verschoben wird, sichere Entfernungsmethoden empfohlen werden oder geprüft wird, ob die Untersuchung dennoch durchgeführt werden kann.
Das sollten Sie vor Ihrem Termin beachten
Lassen Sie Schmuck, wenn möglich, zu Hause. Falls Sie Ihren Ring täglich tragen, kalkulieren Sie vor dem Aufbruch zum Termin ein paar zusätzliche Minuten ein, um ihn in Ruhe ablegen zu können. Machen Sie das MRT-Personal auch auf andere Metallgegenstände aufmerksam – etwa Hörgeräte, Piercings, Uhren, Insulinpumpen oder implantierte Geräte – da diese für die MRT-Sicherheit oft deutlich wichtiger sind als ein Ring.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Ihr Finger ist geschwollen, verfärbt, taub oder sehr schmerzhaft, und der Ring lässt sich nicht abnehmen.
- Sie haben unter dem Ring oder in der näheren Umgebung eine Wunde, eine Entzündung oder eine frische Verletzung.
- Sie sind unsicher, ob Sie ein Metallimplantat oder ein medizinisches Gerät im Körper haben, das die MRT-Sicherheit beeinflussen könnte.
- Sie haben bei einer früheren MRT durch Metall Wärmegefühle, Schmerzen, Ziehen oder andere Beschwerden verspürt.
Weiterlesen
Wenn Sie mehr über den Ablauf vor, während und nach einer MRT-Untersuchung erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlicheren Artikel zu dem, was Sie bei einer MRT-Untersuchung erwartet. Darüber hinaus finden Sie in unserem Bereich „Untersuchungen und Behandlungen verständlich erklärt“ leicht verständliche Informationen zu häufig durchgeführten Tests, Scans und Verfahren.
Quellen
NHS: MRI scan | RadiologyInfo: MR Safety | U.S. FDA: MRI (Magnetresonanztomographie)