Auf einen Blick
- Wenn Sie bei einer Schlafuntersuchung nicht einschlafen können, teilen Sie dies dem Personal mit. Das kommt häufig vor, und oft lässt sich etwas tun, um Ihnen zu helfen.
- Eine Nacht mit weniger Schlaf macht den Test in der Regel nicht unbrauchbar, denn Schlafmediziner können auch aus unvollständigen Aufzeichnungen wichtige Informationen gewinnen.
- Verzichten Sie vor dem Test auf Koffein, Alkohol und Nickerchen, sofern die Klinik Sie nicht anders instruiert hat.
- Falls Sie angespannt oder ängstlich sind, erkundigen Sie sich vorher nach dem Ablauf und klären Sie, ob Sie Ihre regelmäßigen Medikamente nehmen sollen.
Kurzantwort
Falls Sie während der Untersuchung nicht einschlafen können, versuchen Sie, nicht zu verunsichern. Das ist sehr häufig – vor allem in einem unbekannten Raum und mit angebrachten Sensoren. In vielen Fällen kann das Team verwertbare Daten erfassen, auch wenn Sie weniger schlafen als gewöhnlich. Sagen Sie dem Techniker oder der Technikerin Bescheid, wenn Sie sich unwohl fühlen, ängstlich sind, frieren, Schmerzen haben oder zur Toilette müssen – oft helfen schon kleine Anpassungen weiter. Halten Sie sich an die Vorgaben der Klinik bezüglich Medikamenten, Koffein und Ihrer üblichen Abendroutine. Falls Sie befürchten, gar nicht schlafen zu können, erkundigen Sie sich am besten vorher nach Unterstützungsmöglichkeiten.
Was Sie wissen sollten
Im Schlaflabor schläft man oft anders als zu Hause
Viele Menschen schlafen in einer Schlafuntersuchung weniger tief als sonst. Das ist kein Zeichen für einen fehlgeschlagenen Test. Schlafmediziner benötigen oft nur einen Teil der Nacht, um wichtige Veränderungen bei Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Bewegungen der Gliedmaßen oder Schlafphasen zu erkennen.
Teilen Sie dem Personal mit, was das Einschlafen erschwert
Wenn Ihnen das Einschlafen schwerfällt, kann das Fachpersonal oft Abhilfe schaffen – etwa durch Korrektur eines verrutschten Sensors, bessere Raumtemperatur oder Dunkelheit, Beantwortung von Fragen oder Entspannungsübungen. Häufige Gründe für Einschlafstörungen sind Angst, Lärm, das Gefühl, beobachtet zu werden, Hautreizungen durch die Sensoren, Schmerzen oder Harndrang.
Halten Sie sich an die Anweisungen vor dem Test
Vermeiden Sie alles, was Ihren Schlaf beeinträchtigen könnte, es sei denn, Ihr Arzt oder Ihre Ärztin rät Ihnen etwas anderes. Dazu gehören normalerweise Kaffee, starker Tee, Cola, Energydrinks, Alkohol und Schlaf tagsüber. Falls Sie regelmäßig verschreibungspflichtige Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder andere Medikamente nehmen, ändern Sie die Einnahme nicht eigenständig ab und setzen Sie nichts Neues an – es sei denn, die Klinik weist Sie ausdrücklich dazu an.
Bei unzureichendem Schlaf kann die Untersuchung überprüft oder wiederholt werden
Manchmal empfiehlt der Arzt oder die Ärztin bei zu wenig aufgezeichnetem Schlaf eine Wiederholung oder eine alternative Testmethode. Das hängt davon ab, weshalb die Untersuchung durchgeführt wird und wie viele verwertbare Daten erfasst wurden. Falls Sie das verunsichert, fragen Sie die Klinik am besten vorab, wie sie in solchen Fällen vorgeht.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Kontaktieren Sie die Klinik vor dem Test, wenn Sie unter ausgeprägter Angst, Panikattacken oder erheblichen Schmerzen leiden oder unsicher sind, ob Sie Ihre regelmäßigen Medikamente einnehmen sollen.
- Holen Sie zeitnah ärztlichen Rat ein, wenn Sie wiederholte Atemaussetzer im Schlaf haben, nachts nach Luft ringend aufwachen, beim Autofahren starke Tagesschläfrigkeit verspüren oder sich Ihre Beschwerden plötzlich verschlimmert haben.
- Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Sie Brustschmerzen, schwere Atemnot, Bewusstseinsverlust oder ein neues neurologisches Symptom wie Schwäche oder Verwirrtheit entwickeln.
Weiterlesen
Für mehr Informationen lesen Sie unseren ausführlichen Artikel, was bei einer Schlafuntersuchung passiert – mit Hinweisen zur Vorbereitung und möglichen Ergebnissen. Weitere verständliche Informationen zu häufigen Untersuchungen und Verfahren finden Sie in unserem Examinations and Treatments Explained for Patients hub.
Quellen
NHLBI: Sleep Studies | MedlinePlus: Sleep Study | NHS: Sleep apnoea diagnosis
